Die Beine machen den Unterschied, die langen, hängenden Hinterbeine, die sie im Flug etwas schwerfällig hinter sich
herziehen. Aber nicht nur äußerlich unterscheiden sich die Feldwespen von den echten Wespen.
Den Kuchen oder die süßen Säfte auf dem Terrassentisch lassen sie links liegen. Auch wenn sie ganz in der Nähe den
Nektar suchen oder auf Jagd nach kleinen Insekten, Spinnen und Schnaken gehen, bereiten sie den Menschen am Kaffetisch keinerlei Stress. Im Gegenteil: Vertilgen sie doch die Quälgeister, die uns
die lauen Sommerabende im Garten gerne etwas trüben.
Wer ein Feldwespennest auf seinem Grundstück findet, muss sich deshalb keine Sorgen machen. Es sind kleine Nester mit
offenen Waben, nicht größer als zehn Zentimeter. Sie hängen an einem Stiel, was die Brut vor Eindringlingen schützt. Wer sich vorsichtig nähert, muss kaum mit aggressiver Gegenwehr rechnen. Er
kann die Eier beobachten und die weißen Kappen auf den Zellen, in die sie abgelegt werden.
Ist eine Wasserstelle in der Nähe, kann man einem besonderen Schauspiel beiwohnen: Um die Temperaturen im Nest zu
regulieren, schleppen die Feldwespen Wassertropfen heran. Schnelle Flügelbewegungen sorgen für Verdunstung und Kühlung.